Q&A
Hier können Sie sich online und bereits vor einer kostenlosen Erstberatung einen ersten Eindruck von der Thematik MPU und häufig gestellten Fragen verschaffen.
Das große MPU-FAQ
*FREQUENTLY ASKED QUESTIONS
Was kostet eine MPU?
Die Kosten für eine MPU sind individuell ganz unterschiedlich und abhängig von der Fragestellung der
Behörde (Alkohol, Drogen, Straftaten, Punkte). Die Begutachtungskosten selbst betragen ca. 800 - 1.200
€, dazu kommen Vorbereitung (meist zwischen 800 – 3.000 €), Abstinenznachweise (ca. 250 – 2.000 €)
und diverse Verwaltungsgebühren. Auch Kosten für eine anwaltliche Vertretung, eine Therapie oder
Fahrstunden können ggf. hinzukommen.
Die hier genannten Kosten sind unverbindlich, da diese individuell immer unterschiedlich sind.
Sie sehen – diese Frage kann man nicht einfach mit einer Zahl beantworten.
Kann man eine MPU auch ohne Vorbereitung schaffen?
Ja, das ist möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Die Erfolgschancen ohne gezielte Vorbereitung sind mit
etwa 10 % extrem gering. Zusätzlich bedeutet eine nicht bestandene MPU meist lange Wartezeiten (oft 6
– 12 Monate) und erhebliche Mehrkosten. Auch Abstinenznachweise müssen ggf. verlängert oder sogar
von ganz neu begonnen werden und verursachen hohe zusätzliche Kosten.
Kann ich die MPU von der Steuer absetzen?
MPU-Kosten sind in der Regel nicht steuerlich absetzbar, da sie als private Lebenshaltungskosten gelten.
Eine Ausnahme besteht, wenn der Führerschein zwingend beruflich benötigt wird (z.B. LKW- oder
Busfahrer), dann können Teile (die Begutachtung selbst und die Verwaltungsgebühren) als
Werbungskosten absetzbar sein. Bußgelder, Geldstrafen, Beratung, Abstinenznachweise etc. sind
allerdings nicht absetzbar. Wenden Sie sich hierzu bitte an Ihren Steuerberater.
Wie viele Stunden MPU-Beratung braucht man?
Eine professionelle MPU-Beratung dauert meist zwischen 3 und 12 Monaten, wobei solche Kurse oft 8
bis 40 Stunden umfassen. Individuelle Einzelgespräche oder Gruppensitzungen bereiten Sie intensiv auf
die psychologische Begutachtung vor. Eine gründliche Vorbereitung ist essenziell. Online- oder
Wochenendkurse sind möglich, gelten aber häufig als unzureichend.
Kann man gegen die Anordnung einer MPU klagen?
Grundsätzlich ja, aber das ist selten erfolgreich. Besprechen Sie das bitte mit Ihrem Rechtsanwalt.
Helfen die berühmten „100 Fragen zur MPU“, die ich im Internet finde?
Nein, definitiv nicht. Dem Gutachter liegen Ihre persönlichen Delikte bereits vor, unter Umständen sogar
bis zu 15 Jahre rückwirkend. Auch von Straftaten ohne Bezug zum Straßenverkehr weiß er schon bevor
Sie den Raum betreten. Man wird Sie zusätzlich zu Ihrer persönlichen Situation befragen. Man erwartet
Einstellungsänderungen, Verhaltens- und Vermeidungsstrategien, Rückfallprophylaxen etc., die immer
exakt auf Ihre persönliche Situation abgestimmt sein müssen. Pauschal auswendig gelernte Textbausteine
helfen hier überhaupt nicht weiter, können sogar schaden, da diese dem Gutachter natürlich auch bekannt
sind.
Warum muss ich zur MPU, Andere aber nicht?
Ihr zuständiges Straßenverkehrsamt hat Zweifel an Ihrer körperlichen, geistigen oder charakterlichen
Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr. Es hilft nicht, darauf hinzuweisen, dass Andere womöglich
auch ungeeignet wären. Zeigen Sie, dass diese Zweifel unbegründet sind! Wir helfen Ihnen dabei.
Hilft es bei der MPU, wenn ich eine Beratung gemacht habe?
Ja, auf jeden Fall. Durch Vorlage der Bescheinigung eines professionellen Beraters zeigen Sie, dass Sie
sich überhaupt mit der Sache beschäftigt haben. Wenn auf der Bescheinigung nicht nur ein paar Stunden
stehen, sondern mehrere, haben Sie sich offenbar intensiver mit dem Problem auseinandergesetzt. So
sammeln Sie Pluspunkte.
Ich habe eine Therapie (Alkohol/Drogen/Verhalten) gemacht. Reicht das als MPU – Vorbereitung?
Nein. Die Therapie beschäftigt sich mit vielem, aber nicht mit dem Thema Führerschein und MPU. Unter
Umständen ist eine erfolgreiche Therapie aber sogar zwingende Voraussetzung, um überhaupt
Erfolgschancen bei der MPU zu haben. Eine Therapie bereitet Sie allerdings nicht auf die MPU vor.
Besprechen Sie das unbedingt mit Ihrem Berater.
Zählt mein Auftreten bei der MPU, oder nur das, was ich sage?
Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Offenheit, adäquate Kleidung, nüchtern, frisch geduscht, ordentliche Frisur,
saubere Hände, alle Unterlagen dabei... So sammeln Sie Pluspunkte.
Was mache ich am Tag vor der MPU?
Sie gehen alle Charts und Aufzeichnungen, die wir zusammen erstellt haben, ganz in Ruhe noch einmal
durch. Sie essen und gehen in Ruhe zu Bett. Schlafen Sie aus. Planen Sie ausreichend Zeit für ein ruhiges
Frühstück und die Anreise ein. Mit unserer abgeschlossenen Beratung sind Sie bestens vorbereitet. Sie
wissen was auf Sie zukommt und Sie haben das trainiert.
Was ist, wenn ich die MPU nicht schaffe?
Das ist natürlich ärgerlich, aber kein Weltuntergang. Sie legen den MPU-Bericht auf keinen Fall bei der
zuständigen Behörde vor. Sie lassen Ihrem Berater den MPU-Bericht zukommen. Wir werden zusammen
analysieren, wo der Fehler war, diesen dann beheben und zusammen weiter planen.
Kann ich die MPU Vorbereitung auch online machen?
Ja und Nein. Einzelne Teile können zwar online gemacht werden, wir empfehlen jedoch die persönliche
Teilnahme, wo immer dies möglich ist. Wir trainieren in jeder Beratungsstunde auch immer das richtige
Verhalten und Auftreten gegenüber dem Gutachter. Manche Kunden müssen etwas selbstbewusster
auftreten, andere müssen unbedingt einen Gang zurückschalten. Wir üben das mit Ihnen. Besser ist es zum
Beispiel auch, bei uns mal etwas Dampf abzulassen, wenn wirklich unangenehme Fragen gestellt werden,
als beim Gutachten. Eine persönliche 1:1 Situation ist definitiv immer die bessere Wahl. Sie und wir
haben deutlich mehr davon. Wir wollen ja schließlich auch, dass Sie das schaffen.


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